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Sonntag, 1. Juni 2014, 18:09

Birkenpech im Schnellverfahren

Viele von euch haben sich vielleicht schon mit dem Thema Birkenpech befasst. Die in der populären Literatur und Internetquellen verbreitete Herstellungsmethode mit zwei Gefäßen, auch bekannt als Doppeltopfverfahren ist interessant zu kennen, allerdings mit Recht viel zu kompliziert für die Bushcraft geschweige denn Survivalanwendung. Es werden dabei 2 Gefäße genötigt. Eines zum auffangen, ein anderes zum welches umgestölpt über dem anderen liegt.

Alles genau habe ich mal hier beschrieben:
Birkenpechherstellung


Fakt ist aber, Birkenpech ist seit dem Neandertaler nachgewiesen. Und zur damaligen Zeit waren gewiss keine Tongefäße bekannt. Auch sind bis in die Eisenzeit keine Retorten für die Pechproduktion bekannt, es muss also eine Methode gegeben haben die mit extrem einfachen Mitteln zum selben oder gar besseren Ergebniss gekommen ist.
Nach dem durchforsten von Seitenweise Fachliteratur und etlichen Tests kam ich zum Ergebniss wie man es idiotensicher in kürzester Zeit und mit optimaler Ausbeute bewerkstelligen kann.
Birkenrinde verschwelt in einem Temperaturrahmen zwischen 340-420°C zu Pech. Das Doppeltopfverfahren nutzt die vollständige trockene destillation wo die Teergase kondensieren und ins Auffanggefäß tropfen. Das Ergebniss ist eine Flüssige Masse die noch mehrere Stunden bei kleiner Hitze eingekocht werden muss. Ein extrem Zeit und Brennstoffaufwendiger Prozess.
Allerdings fanden sich in paläo und mesolithischen Fundplätzen immer wieder Birkenpechreste mit in der MAtrix eingebetteten, nicht umgewandelter Birkenrinde, überdies konnte auch noch Betulin nachgewiesen werden, welches ab einer Temperatur von 360°C chemisch zerfällt. Die trockene Destillation beginnt allerdings erst bei 380-400°C
In Birkenpech aus Destillation dürfte also kein Betulin mehr nachweisbar sein. Es muss also in einem Verfahren hergestellt worden sein welches unter dieser Temperatur enstand und eine direkte Umwandlung zur Folge hatte.

Langer Rede kurzer Sinn. Birkenpech lässt sich ganz einfach im Direktverfahren in einem abgeschlossenen Behältniss erzeugen. Dies ist im Paläolithikum höchst wahrscheinlich ein einfacher Lehmmantel gewesen.
Mein Verfahren für den modernen Bushcrafter benötigt bloß eine kleine Dose oder anderes abschließbares Gefäß.

Dieses wird dicht mit feingerissenen Birkenrindenstücken gepackt und verschlossen und ins Feuer gelegt, am besten in ein ausgehendes Feuer wo sich schon die Glut gebildet hat.
Ab jetzt muss man immer der Nase nach. Der typische Juchtengeruch tritt schnell auf. Wenn dieser Geruch schwächer wird, so nach 15-20 minuten muss man das Gefäß vom Feuer holen. Sehr wichtig ist dass man nich zulanger drauf lässt, sonst schreitet der Prozess zu stark fort und das Birkenpech verbrennt und wird zu einer Asche.
Man muss ein bischen probieren aber nach paar Durchgängen hat man den Dreh raus.
Was rauskommt ist eine klebrige Masse mit teilweise noch unverschwelten Birkenrindenstückchen.


Diese wird wenn alles etwas abgekühlt ist einfach zusammengeknetet um sie homogener zu machen. Die Rindenstückchen stören dabei nicht ganz im Gegenteil. Die Pflanzenfasern, genau wie beim Harzkleber verbessern die adhäsiven Eigenschaften dadurch dass sie den Kleber weniger steif und elastischer machen.


Aus etwa einer großen Hand voll Birkenrinde hab ich dieses Wachteleiergroße Stück Pech gewonnen.
Es ist wie mit dem Zunderschwamm. Die einfachste und simpelste Methode lag solang vor unseren Augen aber wir haben sie nicht bemerkt.
Dieses Verfahren ist tausendmal effizienter, schneller und Ressourcensparender als das Doppeltopfverfahren.
Hiermit bekommt das Birkenpech wieder einen wirklich praktischen Nutzen im Survivalbereich.
Zu viel Theorie verdirbt nur das Abenteuer. - draussen

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Sonntag, 1. Juni 2014, 19:15

Hallo,

und vielen Dank für den Beitrag.
Bisher hab ich mich auch mit dem Doppeltopfverfahren getragen - das heißt, ich kannte es, hab es aber noch nicht versucht.

Das was du hier beschriben hast, kann ich gleich beim nächsten Ausflug testen.

Grüße

TappsiTörtel

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Sonntag, 1. Juni 2014, 19:24

dicht mit feingerissenen Birkenrindenstücken gepackt

"Welche" Birkenrinde ist denn da richtig?
Nur das feine Zeug was man aussen abziehen kann oder ist die Rede von (mit Messer am lebenden Baum) abgeschälter Rinde mit Kambium?
Oder nur die "tote" dickere Aussenschicht (Epidermis) ?
Oder Rinde von Totholz?
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Sonntag, 1. Juni 2014, 20:06

Die ganz normale äussere Birkenrinde die du auch von lebenden und auch von toten Bäumen nehmen könntest. Also nicht nur die Fusseln.
Meine Rinde hat ich nur von toten Bäumen.
Zu viel Theorie verdirbt nur das Abenteuer. - draussen

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Sonntag, 1. Juni 2014, 20:47

AJ,

der hit Dein Erfahrungsbericht, danke! Wird gleich bei nächster Gelegenheit ausprobiert (Attendorn?).
Habe erst letztens mit Tony Lennartz gefachsimpelt, wie man "unterwegs" die Doppeltopfmethode hinbekommen könnte - und wg. der Komplexität verworfen. Er schwört ja mehr auf mit ein wenig Holzkohle gestrecktem Baumharz, weil im offenen Topf am Feuer leicht zu verarbeiten.

Bitte weiter so!

Gereon

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Sonntag, 1. Juni 2014, 20:58

AJ,

der hit Dein Erfahrungsbericht, danke! Wird gleich bei nächster Gelegenheit ausprobiert (Attendorn?).
Habe erst letztens mit Tony Lennartz gefachsimpelt, wie man "unterwegs" die Doppeltopfmethode hinbekommen könnte - und wg. der Komplexität verworfen. Er schwört ja mehr auf mit ein wenig Holzkohle gestrecktem Baumharz, weil im offenen Topf am Feuer leicht zu verarbeiten.

Bitte weiter so!

Gereon

Ich bin in Attendorn, da können wir das machen.
Das Birkenpech ist in seinen Klebeigenschaften dem Harzkleber überlegen, weil es viel elastischer ist und auch wiedeverwertbar ist durch Hitze.
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Zausel

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Montag, 2. Juni 2014, 00:11

Glaube, der Affenjunge wäre der erste Autor, wenn er denn schreibt, von dem ich nen Schinken über Pflanzenkunde kaufen würde.
:schlaubi :beten :beten
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

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Montag, 2. Juni 2014, 08:34

Das ist mal geil. Birkenpech hat mich immer interessiert, die komplizierte Gewinnungsmethode aber abgeschreckt..
Scheinbar hast du da etwas neu wiederentdeckt? (:

benbushcraft

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Montag, 2. Juni 2014, 10:31

:beten :gb

Vielen Dank! Das werde ich mal ausprobieren. Der große Aufwand hat mich bisher vom Birkepech herstellen abgehalten.

Die Pflanzenfasern[...] verbessern die adhäsiven Eigenschaften

Dann spart man sich auch den Hasenkot o.ä., der wegen der Cellulose beigemischt wird. Man stellt quasi direkt Birkenpechkleber her. Super :daumen
LG,
Benedikt

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »benbushcraft« (2. Juni 2014, 11:12)


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Montag, 2. Juni 2014, 11:15

Hallo,
gute Sache! Werd ich demnächst mal rangehen. Die Geschichte mit zwei Gefässen sollte man trotzdem nicht aus den Augen lassen. Das dünne Zeug, das direkt nach dem Destilieren da ist, hat soweit ich weiss, medizinischen Nutzen.
Gruss von der Alb

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Montag, 2. Juni 2014, 12:55

Zitat

Das Birkenpech ist in seinen Klebeigenschaften dem Harzkleber überlegen, weil es viel elastischer ist und auch wiedeverwertbar ist durch Hitze.


Naja,

ein von mir selbst hergestellter Jagd-Pfeil (mit auf'm Stein angeschliffener Knochenspitze vorn & richtiger 3fach-Befiederung hinten) verwendete den genannten Harzkleber. Der ließ sich ebenfalls durch milde Hitze immer wieder erweichen/verflüssigen, und war auf Grund der Beimengungen nicht hart-spröde, sondern hatte eine gewisse/geringe Elastizität. Die einzige "Vorbehandlung" war das Austreiben von Wasser in einer oben offenen Dose am Feuer, sowie die Beimengung von ein wenig Holzkohle. Habe leider keine Fotodoku davon (nur den Pfeil noch zu Hause), ich war mit dem "Machen" zu sehr beschäftigt. Könnten wir aber in Attendorn gegeneinander vergleichend herstellen.

Das Ganze hat jedenfalls mehrere Schüsse mit dem Bogen ausgehalten, ohne daß es zum Lockerwerden der angeklebten Teile kam. Damit ist der Harzkleber nachweislich zumindest ausreichend geeignet für diese Anwendung(en). Harz von Bäumen findet sich mitunter eher als ausreichen viele Birken...

Soll nichts gegen den Birkenpech-Kleber sein - nur eine weitere mögliche und geeignete Alternative aufzeigen, die leicht herzustellen ist und auch funktioniert.

Gruß,

Gereon

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krupp (08.07.2016)

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Montag, 2. Juni 2014, 13:23

Wie auch immer jetzt kennt ihr halt 2 Möglichkeiten Kleber zu machen
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krupp

Problemrind

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Freitag, 8. Juli 2016, 16:03

Ahoi :-)

(ich kapere einfach mal AJ Thema, man muss ja keine 100 zum selben Thema erstellen)

Ich hab mich auch nochmal an den Birkenteer gewagt.

Irgendwo im Forum (2012?) geistert ja noch der (gescheiterte) Versuch im Lehmmantel herum,
als Vorbereitung (waren noch einige Fragen offen) auf einen weiteren Versuch ohne Hilfsmittel,
musste Zivilisationsmüll herhalten.
Die Idee mit den Dosen kam mir spontan als ich meinen ollen Dosenkocher auspackte,
3 Bierchen waren schnell gezischt und schon konnte es losgehen.

Bei dieser Variante braucht man 3 Getränkedosen und von diesen die Seite mit dem Boden.


Zwei Dosen teilt man einige cm über dem Boden und steckt die beiden Bodenteile so zusammen das eine
art Dose entsteht, hier sammelt sich später der Teer,
daher braucht der Sammelbehälter oben ein Loch...

Die dritte Dose teilt man im oberen Drittel kurz bevor sie sich verjüngt, das wird der "Reaktor".



Der "Reaktor wird nun mit kleingeschnitten/gerissener Birkenrinde gestopft,
umso mehr Rinde umso weniger Sauerstoff ^^,
aber nicht randvoll denn nun muss man diese Dose noch über den Sammelbehälter schieben.
Wichtig ist die Dosen "glatt" aufzuschneiden so das sich beim überstülpen keine Risse bilden.
DAS ist sehr fummelig, geht aber. Schön vorsichtig, falls die Dose mit den Rinden aufreisst,
müsst ihr eine neue basteln.



Der Teil der Dose in dem sich der Teer sammeln soll muss eingegraben werden
(das war einer der Punkte die ich nochmal in diesem Experiment prüfen wollte),
Wird der Sammelbehälter zu heiss kann der Teer nicht richtig kondensieren bzw verbrennt sogar seinerseits.
So wurde bei einem 2ten Versuch der Sammelbehälter nicht tief genug eingegraben, bzw war auch zu flach,
so das sich in dieser Dose nur noch ein Rest harte, glasartige Substanz am Boden fand.
Den Sammelbehälter nicht ausreichend vor der Hitze zu schützen (zb durch Eingraben) ist definitiv eine Fehlerquelle,
besonders wenn das Feuer zu heiss wird.
Es sollen übrigens schon um die 200grad reichen für den Prozess (im Labor),
das kann ich aber mangels Thermometer nicht einschätzen und bei einem Holzfeuer natürlich auch nur schwierig zu regulieren.
Die Lösung ist also den Sammelbehälter vom Feuer fernzuhalten / ausreichend tief einzugraben



Ein kleines Feuerchen (das ist schon fast zu viel) reich völlig aus, wie lange der Prozess dauert lässt sich schwer sagen,
wir haben die Dosen etwa 1.5h im Feuer / Glut gehabt.
Wie gesagt viel Hitze braucht man nicht, zu viel Hitze ist eher schlecht bzw kann die Herstellung scheitern lassen.


Die Dosen bekommt man später nicht mehr auseinander, muss man aufschneiden.
Der erste Versuch lieferte etwa 2 Teelöffel Teer bzw war die Dose etwa 5mm hoch befüllt (bis knapp über die Wölbung),
das war mehr als erwartet und für die Handvoll Rinde doch beachtlich.

Als praktische Anwendung wurde noch schnell ein einfacher Pfeil gebaut,
die Knochenspitze und der Vorschaft mit Brennnesselzwirn fixiert und der Zwirn dann mit dem Teer bestrichen,
und da das ganze noch eine ganze weile ziemlich klebrig ist wurde noch etwas Asche eingearbeitet.
Der Pfeil ist zwar nicht der "schönste" geworden aber ging halt auch darum die Konsistenz des Teers zu testen.
Die grünen Fasern die am Teer kleben sind übrigens keine Brennnesselfasern ^^ sondern Grasreste nach dem erstem Schussversuch...

Im großen und ganzen hat es funktioniert, wieder was gelernt dabei und wer selber mal mit dem Teer experimentieren möchte
hat hier nun eine weitere Variante :-)

edit:

im übrigen Rinde von Birken die schon vor einiger Zeit umgefallen sind mit teil stark verotteten Holz,
hab die Rinde dann 2-3h in der Sonne liegen lassen, richtig trocken war sie jedenfalls nicht,
geht trotzdem Prima.
Allerdings ist naheliegend das sich diese Feuchtigkeit auch im Kondensat findet,
zumindest bei der Dosenvariante kann die Flüssigkeit ja nicht entweichen,
und so auch die Konsistenz beeinflusst.


:winken

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »krupp« (8. Juli 2016, 16:23)


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Freitag, 4. August 2017, 13:18

Hier mal noch eine ganz andere Variante über die ich bei meinen Recherchen mal gestolpert bin
(allerdings auch kein "Schnellverfahren" mehr),
leider war es mir bisher noch nicht möglich das in den beschrieben Dimensionen auszuprobieren.

der TEERGRUBEN-MEILER

Ist ein Pdf zu experimenteller Archäologie in einem ausgegrabenem / restauriertem Museumsdorf.
Hier erstmal der Link: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/de…nmeiler2008.pdf

kurze Erläuterung:

Interessant hierbei auch, das man Anfangs das bekannte Doppeltopf-System annahm und erst
später durch Experimente auf den Ansatz des Gruben-Meilers kam.

Ob es funktioniert (klingt aber alles plausibel) kann ich leider nicht sagen, siehe unten...
ist halt mal eine andere Variante, als die klassische Birkenrinde-Birkenpech Trockendestilation.

Wird ja alles im PDF gut erläutert.

Problem ist:

die Grubengröße ist schon beträchtlich, oberer Durchmesser bis ca 50cm unterer ca 20cm.
Eine stark verkleinerte Variante hat bei mir, ausser ner Menge Qualm ^^, leider kein brauchbares Ergebniss geliefert,
vieleicht muss das ganze eine gewisse Größe haben um richtig zu verschwelen.

Will man es so wie beschrieben machen geht das jedenfalls nicht so einfach mal eben im Wald,
das gibt 100% Ärger zumal man schon eine beträchtliche Rauchentwicklung hat.
Ein Privates Grundstück wo man das ausprobieren kann, fehlt mir leider immer noch.

Aber evt hat ja jemand von Euch die Möglichkeit und Lust drauf das mal auszuprobieren,
auf jedenfall ist es sehr interessant.

:winken

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