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benbushcraft

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 12:25

Keiner soll merken, dass du da warst (Freilandethik)

Hallo zusammen,

Waldschrat hat schon mal was zur Bushcraft-Knigge geschrieben und Stefan was zu unserem Selbstverständnis im BCP. Zum Thema "Freilandethik" (engl. "Outdoor Ethics") gibt es Schnittmengen, aber hier geht um einen speziellen Ansatz.

Im englischen Sprachraum gibt es eine bekannte und von vielen gelebte und weiterverbreitete Philosophie namens "Leave no Trace" (deutsch "Hinterlasse keine Spur"). Für den einen oder anderen ist das bereits ein Begriff. Hier im BCP ist das die Philosophie auch schon genannt worden. Für Manche ist es einfach klarer Menschenverstand und eigentlich bedürfe es keiner Erklärung, da es selbstverständlich sei.

Ja, es sollte selbstverständlich sein, leider habe ich die Erfahrung machen müssen, auch hier im Forum, dass nicht alle "Bushcrafter" diese Philosophie leben. Das obwohl beim Bushcraft die Natur und die Bewahrung dieser im Vordergrund steht – leben von und mit der Natur.
In Diskussionen zum "keine Spuren hinterlassen" wurde schon klar, dass es nicht möglich ist gar keine Spuren zu hinterlassen. Es geht eher darum es zu versuchen und seine Einflüsse zu minimieren.

Eine sinnige Übersetzung des Leitspruchs "Leave no Trace" wäre daher eher "Keiner soll merken, dass du da warst".
Mir liegt die Thematik am herzen und ich versuche die Idee auch zu leben.

Ich habe die englische Vorlage frei übersetzt und sie Stellenweise angepasst und verzichte hier bewusst auf englische Wörter und sage z.B. lieber "Freiland" statt "Outdoor", damit es jeder verstehen kann.

Keiner soll merken, dass du da warst (Freilandethik)
Plane und handle vorausschauend
  • Kenne die Regeln und rechtlichen Vorschriften für dein Zielgebiet und mache dich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut (z.B. Böden, Gelände, Klima, Wald- und Flächenbrandgefahr, etc.).
  • Sei auf Wetter, Gefahren und Notfälle vorbereitet.
  • Vermeide die Hochsaison und Menschenmassen.
  • Sei in Kleingruppen oder alleine unterwegs. Eine maximale Gruppengröße von 3 Personen ist optimal in Bezug auf Umweltbelastung, Unauffälligkeit und Marschgeschwindigkeit.
  • Packe dein Essen in eigene Behälter um Müll daheim zu lassen. Müll den du nicht mit raus nimmst, kannst du auch nicht draußen verlieren. Grade Plastigschnipsel oder Kleinstverpackungen (z.B. Bonbonhülle) fliegen schnell davon.


Gehe und kampiere auf geeigneten Flächen
  • Geeignete Flächen zum gehen sind in erster Linie Wege und Pfade, aber auch z.B. Fels, Schotter, trockene Wiesen, Schnee oder unbewachsene Waldböden.
  • Kampiere nicht direkt an Gewässern.
  • Gute Lagerplätze findet man und muss sie nicht errichten. Das Umgestalten von Plätzen ist nicht Notwendig.
  • In beliebten Gegenden:
    • Nutze ausgewiesene Wege und Lagerplätze.
    • Nutze nur den Weg und keine Abkürzungen.
    • Halte dein Lager klein. Nutze Flächen mit wenig Vegetation.


Entsorge Müll ordentlich
  • Packe wieder ein was du ausgepackt hast. Überprüfe deinen geräumten Lagerplatz auf Müll und Essensreste. Sammle allen Müll und alle Essensreste ein und nimm sie wieder mit.
  • Benutze vorhandene Toiletten oder grabe wo möglich für Stuhlgang ein handbreit tiefes Loch. Verfülle das Loch samt Klopapier wieder wenn du fertig bist. Verrichte deinen Toilettengang weit abseits von Wegen, Lagern und Gewässern (ca. 50 m).
  • Benutze unparfümiertes Recycling-Klopapier und vergrabe dieses nach Benutzung. Alternativen sind Laub, Laubbüschel und Grasbüschel.
  • Wasche dich und dein Geschirr weit abseits von Gewässern (ca. 50 m) und nutze eine geringe Menge schnell und biologisch abbaubarer Seife. Verteile das Schmutzwasser großflächig.


Verlasse den Ort so wie du ihn vorfindest
  • Bewahre die Vergangenheit: Belasse historische Stätten und Funde wie sie sind und fasse sie nicht an.
  • Belasse Felsen, Pflanzen und natürliche Objekte so wie sie sind. Zerstöre nichts davon mutwillig. Pflücke nur das was du essen/verwenden wirst.
  • Vermeide das einschleppen fremder Pflanzen und Tiere.
  • Baue alles ab was du errichtet hast und stelle den Ausgangszustand wieder her. Fertige Lager locken Menschen an und ziehen Aufmerksamkeit auf sich.
  • Entferne angelegte Feuerstellen und verberge dessen Spuren.


Minimiere Schäden durch Lagerfeuer
  • Lagerfeuer können viel Schaden anrichten. Nutze zur Zubereitung von Essen leichte Kocher, wie z.B. Hobo-Öfen oder Spiritusbrenner.
  • Nutze vorhandene Feuerstellen, ansonsten lege eine Feuerstelle gewissenhaft und sicher an.
  • Halte das Feuer so klein wie nötig. Nutze für Feuer nur trockenes Totholz, welches problemlos durchgebrochen werden kann.
  • Lass das Feuer komplett abbrennen. Verbrenne alle angekohlten Holzstücke und Kohlestücke restlos. Lösche das Feuer gewissenhaft und verteile die kalte Asche weiträumig.
  • Verbrenne lediglich biologisch abbaubaren Müll wie z.B. Papier. Anderenfalls hinterlässt du belastete Asche und verunreinigst die Luft.


Achte auf Wildtiere
  • Beobachte Wildtiere aus der Distanz. Verfolge und bedränge sie nicht.
  • Füttere keine Wildtiere. Das schadet ihrer Gesundheit und ändert ihr natürliches Verhalten. Beides macht sie anfälliger für Raubtiere.
  • Bewahre Essen und Müll sicher auf.
  • Habe Haustiere immer im Blick, an der Leine oder lasse sie daheim.
  • Vermeide Wildtierkontakt insbesondere in kritischen Zeiten wie in der Paarungszeit, bei der Aufzucht oder im Winter.
  • Respektiere und meide ausgewiesene Schutzgebiete und Wildstände.


Sei Rücksichtsvoll zu anderen Menschen
  • Sei Rücksichtsvoll zu anderen Menschen und bewahre damit ihr schönes Naturerlebnis.
  • Sei nett. Grüße andere Menschen auf dem Weg und mache ihnen Platz.
  • Pausiere und kampiere abseits von Wegen und entfernt von anderen Menschen.
  • Sei leise! Vermeide Geräusche.


Original-Quelle: https://lnt.org/learn/7-principles
LG,
Benedikt

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 12:42

Super Zusammenstellung !!

Nur diese Textstelle:
nutze eine geringe Menge schnell und biologisch abbaubarer Seife

würde ich ändern in:
"verwende keine Seifen, Shampoos, Spülmittel, ... auch nicht wenn der beruhigende Werbegag 'biologisch abbaubar' draufsteht".
Das Zeug gehört nirgendwo in den Wald, wir sehen das zwar nicht als "Spuren", der Waldboden ist da deutlich anderer Meinung.
Ich denke man kommt locker ein paar Tage ohne das ganze Zeug aus !?
Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 12:44

Danke Benedikt.

Erweiterung:

Wenn du Pflanzen sammelst:
  • Nimm vom jeweiligen Standort nur WENIGE Pflanzen - maximal 5 Prozent des Bestandes

  • entnimm keine gefährdeten Arten aus der Natur - dazu gehören unter anderem wesentliche Anteile der Moose und Farne, aber auch viele Blumen, Gräser und Pilze.
    Du findest die jeweilig aktuell bedrohten Arten in der sog. "Roten Liste", die du im Internet mit der "grünen Suchmaschine" Ecosia finden kannst.


Tipps zum Anlegen einer sicheren Feuerstelle

  • Hebe die Grasschicht wie folgt ab: mit deinem K..ck-Spaten rundum einstechen, ca
    10 cm UNTER der Oberfläche abheben, und zwar mit allen Wurzeln plus etwas
    Erdschicht
  • mach eine Art Mulde - Tiefe so gewählt, daß alles Brennholz NUR mit der rohen Erde, NICHT aber mit dem Pflanzenbewuchs drumrum in Berührung kommt (damit die Pflanzen nicht verbrennen)
  • die Mulde kleidest du mit Steinen aus - ebenso den RAND der Mulde (also auf Erdboden-Niveau)
  • wenn vorhanden, die Mulde mit Lehm - sonst auch mit Steinen so weit auskleiden, damit KEIN Wurzel-Schwelbrand entstehen kann!!!! Das ist besonders in trockenen, torfigen Böden nämlich möglich und vernichtet zB. in Südeuropa immer wieder ganze Waldflächen
  • wenn möglich: Wasser oder Sand zum Löschen bereit stellen
  • ein Feuer IMMER NUR unter Aufsicht brennen lassen
  • wenn dein Feuer erloschen und GANZ erkaltet ist, nimm die Steine heraus und VERTEILE sie wieder in der Umgebung - fülle die ausgebobene Erde wieder in die Mulde ein, setze die Grassoden ein - und du hinterlässt keine Spuren.
SEIFE GEHÖRT NICHT IN DIE NATUR! Nimm statt dessen Lavaerde zum Reinigen deines Körpers inklusive der Haare. Spülen kannst du mit der Holzasche, sie ist stark alkalisch und löst alles an Fett ab.


VG eure
Bushcraft Amazone
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Donnerstag, 24. Juli 2014, 13:34

@TT: Körperhygiene ist wichtig. Für eine Wochenendtour braucht man nichts, aber ab 3 Tage wird es kritisch. Kleinste Kratzer entzünden sich dann schnell, man läuft sich schneller einen Wolf u.s.w. Deswegen soll das Schmutzwasser ja großflächig verteilt werden, damit die Belastung punktuell beschränkt ist und es schnell zersetzt werden kann. Tägliches Zähne putzen ist ein muss.

Ein Werbegag ist es nicht. Es macht schon einen Unterschied, wenn du eine Seife hast mit natursierenden Wirkstoffen, Tensiden aus pflanzlichen Ursprung und ohne Chemikalien wie Phosphate, Borate, Formaldehyd, halogenorganische Verbindungen, PVC, etc. Das bekommt der Boden dann schon hin. Mogelpackungen kannst du auf Verbraucherschutzseiten gut enttarnen.

@BA: Schau mal den Link an, das hatte ich vergessen zu verlinken:


Ja das mit den Pflanzen hast du recht. Im original heißt es gar keine Pflanzen pflücken. Das ist in meinen Augen für kundige Naturfreunde zu streng, aber dein Ansatz richtig.
LG,
Benedikt

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 13:53

Früher gingen wir ein paar mal in der Toscana auf einem alten Olivengut in die Ferien. Das Gut hatte kein Strom und kein Wasser. Das Brauchwasser wurde mit einem Widder hochgepumpt und das Trinkwasser musste man an einer Quelle holen die etwa 10min. Fussmarsch entfernt war. Im Sommer war alles dürr und trocken. Das Wasser vom Abwasch lief durch ein Loch in der Wand nach draussen. Das war jeweils die einzige Stelle die grün war. Obwohl wir normales Abwaschmittel benutzten und jeden Tag für acht Personen das Geschirr abgewaschen wurde.

Mann muss nicht extra aggressive Mittel benutzen aber mit 10 Tropfen Seife pro Person ca.10 x im Jahr kommt die Natur ganz gut klar. Jeder Vogelschiss ist aggressiver.
Bitte versucht nicht natürlicher zu sein als die Natur.


Liebe Grüsse
draussen

Draussen zählt nur das beste

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 15:59

Zitat

Bitte versucht nicht natürlicher zu sein als die Natur.


Das ist mal ne zitatwürdige Aussage! (:

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 21:32

Seife ist pfui in der Natur

Ihr Lieben,

ich will es mal so sagen: Wenn du allein unterwegs bist und deinen Standort wechselst, dann verkraftet die Natur auch ein bißchen Seife, ja.

Aaaaaber: Wir haben in Europa teilweise sehr große Gruppentreffen von 3000 - 5000 (!) Leuten, die vier Wochen stationär draußen "in der Wildnis" leben. Wenn sich die 5000 Leute alle jeden Tag mit ein bißchen Seife im See waschen, ist der See nach vier Wochen im A*sch.

Das nächste Treffen findet in Rumänien statt - vom 26. Juli bis zum 25. August im totalen Outback auf irendwelchen Bergketten. Da diesmal auch die Ost-Europäer kommen werden, die sonst den weiten Weg zB nach Portugal scheuen, können wir mal locker von 6000 - 7000 Teilnehmern ausgehen.


Daher lautet die Grundregel: Keine Seife in der Natur. Nochmal zur Erinnerung: Wir erläutern ja hier Dinge für Anfänger, und die sollten diese "basic things" einfach erstmal wissen.

Wenn man also in einem großen Naturcamp ist, sollte man Seife absolut weglassen, und bei allen Verletzungen Teebaumöl (oder ähnliches - je nachdem, welches du am besten verträgst) zur Desinfektion nutzen. Das ist auch sicherer als sich auf Seife zu verlassen, die KEINE Bakterien killt. Oder gar Viren - Teebaumöl dagegen tut das schon. Es wirkt breit anti-mikrobiell, anti-infektiös und fungizid (gegen Pilze wie Candida etc.) Quelle: Neue Aromatherapie von Kurt Schnaubelt.



Übrigens sind die europäischen Treffen noch vergleichsweise klein. In USA kommen da auch schonmal 25.000 Menschen zusammen. Wenn da jeder jeden Tag nur ein kleines bisschen Seife nutzt.... bekommt der See jeden Tag hypothetisch 100 ganze Stücke Seife einverleibt - über vier Wochen. Das kann nicht mehr gesund sein!

Daher nochmal als Grundregel: in der Natur ist Seife pfui.

Eure
Bushcraft Amazone
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smeagol

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 21:59

Ich bin ja jetzt nicht so der Typ, der auf irgendwelche Treffen mit 1000 oder mehr Leuten geht (was mögen das für Treffen sein?). Bin vorwiegend alleine unterwegs oder mit ein paar Gleichgesinnten. Die paar Tropfen "Seife", die ich da benutzte (wenn ich überhaupt Reinigungsmittel benutze), machen der Natur genau so viel (oder mehr oder weniger - eine wissenschaftliche Betrachtung wird hier wahrscheinlich noch lange auf sich warten lassen) wie der schon genannte Vogelschiss!

Bitte mal die Kirche im Dorf lassen!

Es ist doch wohl eigentlich selbstverständlich, dass man am Bachlauf oder am See keine Schaumparty macht!

Zur eigenen Körperhygiene reicht in der Regel pures Wasser. Wenn man mal in Maßen "halbwegs umweltschonende" Reinigungsmittel verwendet, wird davon auch nicht der letzte Panda vom Baum fallen.



P.S.1
Bevor ich mich vor Schweiß am Körper sowie Bremsstreifen und Pissflecken in der Bux wegen des Geruchs nicht mehr in den eigenen Schlafsack traue, wird der Körper und die Kleidung vernünftig gereinigt! Natürlich mit so wenig Reinigungsmitteln wie möglich.

P.S.2
Wenn es um Treffen mit der o.g. Teilnehmerzahl geht (1000 und mehr), erfordert das sowieso die Bereitstellung von sanitären Einrichtungen und anderer Infrastruktur.

Wohlriechende Grüße Guido
"Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 23:08

Völlig Richtig.
Solange das keine Riesengruppen sind- grade in unserem Hobby ist ein Tröpfchen Seife noch
erlaubt ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Wenn ich hier bei mir unterwegs bin, gehe ich in der warmen Jahreszeit oft auch schwimmen.
Da hält sich mein Seifenbedarf in Grenzen. Ist es Kalt dann schwitze ich weniger und brauche auch weng
Seife. Zähne putze ich mit Salz.

Wenn ich, in meinem Fall an all die Medikamente denke die ich mir andauernd einwerfen muss ist
wahrscheinlich das pinkeln schädlicher für die Umwelt als der Tropfen Seife !
"Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


Love many, trust few, and always row your own boat. The more you know, the less you need!

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 23:37

Wenn es um Treffen mit der o.g. Teilnehmerzahl geht (1000 und mehr), erfordert das sowieso die Bereitstellung von sanitären Einrichtungen und anderer Infrastruktur.
Da irrst du dich gewaltig, Smeagol! :-)

Hast du schonmal von Wasser gehört? Das ist ein natürliches Lösungsmittel, und man kann sich damit waschen. Auch den A.... und den P...mmel. Das schützt vor Bremsstreifen und Urinhosen.

Nach Schweiß stinken übrigens nur Menschen, die relativ viel ungesundes Zeug essen und sich NICHT viel draußen aufhalten.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BushcraftAmazone« (24. Juli 2014, 23:42)


supi

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 23:41

1. Was ist Seife? Richtig, Seife sind Natrium- und/oder Kalium-Salze von Fettsäuren, die sich in der Natur sehr schnell selbst in ihre Bestandteile zersetzen. Steht in jedem Chemiebuch, vermutlich habt ihr im Chemieunterricht sogar selbst Seife gesiedet. (Ich weis BushcraftAmazone, ich weiss... Tabellen, Bücher blablabla)

2. Ein kleiner Exkurs in die gute alte Zeit...
Seife beinhaltete in den "guten alten Zeiten" auch noch Phosphat (wurde damals spez. bei Waschmitteln für Kleidung ausdrücklich beworben der Slogan "mit Phosphat" könnte den "älteren" unter uns noch im Ohr klingen).
Was tat also die gute Hausfrau wenn sie kein Düngemittel für die Topfpflanze im Haus hatte? Sie nahm ein oder auch zwei Tropfen Spülmittel ins Giesswasser, und schon war das Düngemittelproblem der armen notleitenden Pflanze behoben. Tja, die Zeiten ändern sich, heute ist i.d.R. nur noch Kalium in der Seife.

3. Was macht man wenn die Pflanze Kaliummangel hat? Man spritzt diese mit Spüli. Die Aufnahme über das Blatt geht zugegebenermassen besser mit bspw. AHL (Stickstoffdünger), aber zur Not geht es auch bei Kaliummangel.

4. Was macht man im kleinen Format gegen Blattläuse und Rote Spinne? Genau, man spritzt mit Spüli, wobei hier die Wirkung in der verringerten Oberflächenspannung des Wassers liegt. Die Atemröhren der z.B. Blattläuse werden verschlossen und sie ersticken. (Ja BA ich weiss, ich bin ein Massenmörder und stolz drauf).

Also verteufelt Spülmittel nicht so sehr, ich gehe davon aus das sich keiner mit IMI oder Domestos im Wald wäscht. In einem gewissen Umfang ist das wirklich kein Problem. Seht nur zu das es nicht direkt in ein Gewässer kommt.

Ich habe keine Ahnung auf welchen "Bushcraft-Treffen" du dich herumtreibst Bushcraft Amazone, aber bei 3000-5000 Menschen.... Kurz die simpelsten mathematischen Kenntnisse genutzt... Das sind pro Tag grob 5t Schei.... und etwa 6,5 Kubikmeter Urin. Das multipliziert man sagen wir mal mit 7 um die Woche voll zu machen....
Ich glaube die paar Liter Seife pro Tag sind da wohl ehr nebensächlich. Also lass die Kirche im Dorf und erspare dir die Empörung.


Das man sich im Wald, besonders dann wenn es nicht der eigene Wald ist, nicht aufführt wie die sprichwörtliche Axt sollte ja wohl selbstverständlich sein. Wegen jedem Witz muss man ja auch kein Lagerfeuer anschmeissen, ein leerer 3l Farbeimer genügt völlig, oder man macht sich ein Schwedenfeuer....

Ansonsten unterstïutze ich die Aussage von Draussen: "Versucht nicht natürlicher zu sein als die Natur."
Mein erster Gedanke war: "Da wollen mal wieder welche katholischer sein als der Papst".
Geniesst den Wald, übertreibt es nicht und lasst ihn stehen, alles andere regelt sich "natürlich".

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Donnerstag, 24. Juli 2014, 23:50

Ja klar. Urin und Kacka sind auf einmal voll die Bösen (nicht nur in der Unterhose von Smeagol, sondern auch in Supis Weltbild) -und die gute Seife ist das Allerbeste für einen See. Ist doch logisch - nach dem Tabellenwissen von Doctor Supi aus betrachtet.


Leute, ihr kennt eben nur "eure Kirche", um die ihr kreist, euer kleines "private idaho", das ihr vielleicht Bushcraft nennt. Löst mal den Blick von eurer Eigenbrödlerei.

Es gibt außer dem Bushcraft-Forum noch ganz andere "Szenen" und Lebensmodelle, und einige davon überschneiden sich eben mit diesem Forum. Wenn die Newbies jetzt aufgrund eurer absolut fragwürdigen Empfehlungen, die ich für außerordentlich irrational halte, Seife für okay befinden, ... nun ja.

Global denken, Leute. Gehirn einschalten. Es gibt noch mehr da draußen, als ihr kennt. Ja.

Nix für ungut.
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supi

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Freitag, 25. Juli 2014, 00:00

Bin gespannt wie oft du das jetzt editierst.... beim letzten mal als du Wiederspruch zu hören bekamst der nicht in "dein" Weltbild passte waren es 5 Edit.
Wahrscheinlich bist du nur auf einer viel höheren Bewusstseinsebene als wir unwissenden....

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14

Freitag, 25. Juli 2014, 04:02

Wie supi schon gesagt hat sind Seifen neutralisierte länger Kettige Fettsäuren; Schmirseife ist das Kaliumsalz, Kernseife das Natriumsalz.
Und es tut der Umwelt keinen abbruch wenn man für die Körperhygiene Seife (Kern- / Schmirseife oder das heimische Duschgel/Spühlmittel) benutzt. Alle enthalten die selben Inhaltsstoffe +- ein paar Zusätze wie ihrgentwelche Salze. Alles in allem abbaubar, sonst wüden unsere Klärwerke es ja auch nicht herausbekommen, oder?
An die BA: Ich habe jetz 5 Jahre in einem großen (über 1.000.000 Einwohnergleichwerte) Klärwerk gearbeitet, sag mir also nich das ich keine Ahnung hätte, danke.


Nach Schweiß stinken übrigens nur Menschen, die relativ viel ungesundes Zeug essen und sich NICHT viel draußen aufhalten.
NEIN! Man fängt nicht zu stinken weil man das falsche isst und/oder zuwenig draußen ist, sondern weil auf der Haut ansessig gewordene Bakterien in dieser wunderbar feucht warmen, vor Nährstoffen strozenden Umgebung vom Körper abgegebene Fette und tote Hautzellen zu nieder molekularen Organischensäuren zersetzen die durch die Bank hinweg bestialisch stinken z.B. Buttersäure.


Hast du schonmal von Wasser gehört? Das ist ein natürliches Lösungsmittel, und man kann sich damit waschen. Auch den A.... und den P...mmel. Das schützt vor Bremsstreifen und Urinhosen.
Wasser ist in der Tat ein hervorragendes Löhsemittel allerdings nur für "Mineralische" Stoffe.
Wenn man jetz aber mal überlegt das man ja auch wie oben erwähnt Fette usw. ausstößt kommt man mit Wasser allein nicht weiter, da muss dann schon Seife zu so wie das jeder normale mensch tut. Wenn ganz auf Wasser und Seife verzichten willst kann ich dir unpolarere Lösemittel wie Aceton, Benzine (Hexan, Heptan...) und Ether empfehlen.

Teebaumöl als ersatz zur normalen Hygiene?
Nein, mal ganz im ernst... Deine Quelle ist mehr als nur Fragwürdig. Alternativmedizin hin oder her.

Zitat

Konzentriertes Teebaumöl ist nach Selbsteinstufung durch die
International Fragrance Association (IFRA) als gesundheitsschädlich
eingestuft und mit den R-Sätzen R 22 (Gesundheitsschädlich beim
Verschlucken), R 38 (Reizt die Haut) und R 65 (Kann beim Verschlucken
Lungenschäden verursachen) sowie dem Symbol Xn (Gesundheitsschädlich)
versehen (IFRA Labelling Manual 1, 2001). Diese Gefahrenhinweise finden
sich auch auf Sicherheitsdatenblättern der Rohstoffanbieter.



– Bundesinstitut für Risikobewertung
Und je älter das verwendete Teebaumöl um so stärker fallen Reizungen & co aus. Nicht alles was aus der Naturkommt und grün ist ist gut für den Menschen, wenn du wiedersprechen willst empfehle ich dir Eisenhut

Jetz zu den gigantischen Wildcamps in den Osteuropäischen Bergregionen mit x-tausend Teilnehmern. Ich nehme ja mal an das sich recht schnell 2,3,4 Plätchen herauskristallisieren an denen man bevorzugt sein Geschäft macht (das kriegen sogar Schweine hin)
Dann wird da in nächsterzeit höchstwarscheinlich alles eingehn. Warum? Eindeutiger Fall der Überdüngung!
Man macht Pipi und die geht in den Boden, der enthaltene Harnstoff (bei einer Erwachsenenperson etwa 30g am Tag) wird durch ebenfalls enthaltene Enzyme und Bakterien zu Ammoniak oxidiert, welcher dann von Nitrosomonas zu Nitrit (NO2) und dann von Nitrobacter zu Nitrat (NO3) oxidiert wird. Bevor mich jetz als hartcore theoretiker abstempelst, führe dir bitte ein wenig Literatur um Thema "Stickstoffkreislauf" zu gemühte, denn das was ich beschrieben habe ist der immer und immer wider ablaufende Prozess.
Neben der Überdüngung kommt noch hinzu das der Boden sauer wird was die Pflanzen in der Regel auch nich so toll finden.

Wenn wer was näher erklärt haben will werd ich mein bestes geben.
Global denken, Leute. Gehirn einschalten. Es gibt noch mehr da draußen, als ihr kennt. Ja.
Diese Ironie :lol

Doktor Schlaubi geht jetz schlafen, gute Nacht allerseits.
Lirum, larum Löffelstiel wer das nicht kann, der kann nicht viel

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15

Freitag, 25. Juli 2014, 06:26

Amazone,
in Deinem Beitrag(Nr.12) schlägst Du einfach um Dich und hackst gegen jeden, der eine andere Meinung hat,als die Deinige. Warum bist Du hier angemeldet, wenn doch alle hier nur ihr eigenes Idaho kennen, alle so unwissend sind und vorallem aus Deiner Sicht beratungsresistent?

Kann der "Gegenwind" vielleicht daran liegen, dass auch andere Menschen schon draußen waren, was erlebt haben und sich dort ebenso zurecht finden, wie Menschen die ihren Namen tanzen können ;) ?

Du kommst in Deinen Beiträgen des Öfteren sehr sehr belehrend rüber und kommunizierst Deinen Weg als den einzig Wahren.

Zum Thema Treffen mit mehreren Tausend Menschen: Die Aussage nach den sanitären Anlagen, speziell zu den Fakten "menschliche Abfälle" hast Du leider nicht aufgegriffen! Mehrere Tonnen/Hektoliter menschliche Ausscheidungen pro Woche sind ein Faktor! Gehe doch darauf mal ein und setze diese Faktoren, die ja zweifellos gegenständlich vorhanden sind, ins Verhältnis zu leave no trace. Wie wird auf diesen Monstertreffen dieses Problem gelöst, ich war noch nie auf "Bushcraft-Woodstock"?

Grüße
Lederstrumpf :gewehr
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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

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16

Freitag, 25. Juli 2014, 07:23


Kann der "Gegenwind" vielleicht daran liegen, dass auch andere Menschen schon draußen waren, was erlebt haben und sich dort ebenso zurecht finden, wie Menschen die ihren Namen tanzen können ;) ?
Lederstrumpf :gewehr


Du hast es also auch gelesen bevor sie es editiert hatte... Das hast du falsch verstanden, das ging "damals" gegen mich. Ich war Waldorfschüler (ein nicht ganz typ. allerdings, wobei was ist schon typ.) und kann durch die Eurythmie meinen Namen wirklich tanzen wenn es den sein müsste. Ist natürlich nicht gerade "männlich" und führt deshalb oft zu Spott, aber was solls, es gehört halt dazu. Es gibt auch Heileurythmie die bei einigen Rückenproblemen recht gut hilft, aber das gehört eigentlich nicht hier her.

@Nils:
Präziese wie immer....
Zum Teebaumöl (das eigentlich einen extra Faden wert wäre):
Teebaumöl hat auch seine guten Seiten so lange man nicht empfindlich darauf reagiert. Unverdünnt gegen Warzen (manchmal hilft es) oder Pickel bspw. Bei Neurodamitis besteht eine gewisse Möglichkeit der Linderung, bei anderen Ekzemen sogar einer Abheilung (kann nicht verallgemeinert werden), und es wirkt wirklich antibakteriell oder pilzabtötend. Unverdünnt auf offene Wunden, wie oftmals beschrieben, würde ich es aber nicht machen, das brennt wie :zensiert
Es hat schon seine Berechtigung, besonders im dermatologischen Bereich, problematisch ist nur das manche/viele Menschen empfindlich darauf reagieren. Zur Selbsthilfe ok, aber bei anderen niemals. Meine Mutter benutzt es gerade weil meine Grassmilben ganz verrückt nach ihr sind. Die Dosis macht das Gift, wie immer.

Gruss

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Freitag, 25. Juli 2014, 09:07

Noch mal zum Thema Exkremente. Jedem Tier im Wald ist es scheißegal im wahrsten Sinne des Wortes, wo es seinen Ballast abwirft. Nur eben nicht grade in der Nähe seines "Nestes" (es sei denn da wird regelmäßig saubergemacht oder die Exkremente werden sinnvoll verarbeitet), nicht grade dort wo Futter ist und nicht grade wenn ein Fressfeind damit angelockt wird. Und wir? Die allermeisten machen nicht mal ein Loch, wo das Zeugs reinkommt. Wie viele weiße Zettelchen sind denn im Wald, besonders in der Nähe von Wegen? Denn Papier überdauert Monate, Hinterlassenschaften werden relativ schnell "verarbeitet". Im Boden selbst (oberste Bodenschicht) und wenn durch Erde abgedeckt, geht der Prozess noch schneller. Und es stinkt nicht, ganz wichtig.

Solchen Treffen mit paar tausend "Naturbegeisterten" könnte ich nichts abgewinnen. Ich glaube auch kaum das die zum Bushcraften kommen, ist wohl vorrangig ne Megaparty.... Für meine Begriffe ist solch ein Treffen Naturvernichtung, nachhaltig sogar...

Ich habe noch einen Vorschlag. Der erste Beitrag von Benedikt sollte freigestellt werden (nach Verbesserungen und Ergänzungen einiger sehr guter Postings hier im Fred). Und dann gesperrt. Denn gerade den Neuankömmling hier im Forum oder Neueinsteiger in unser "Gebiet" schreckt eine derartige ellenlange Diskussion hinter so einem guten Beitrag enorm ab.

LG Sel
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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Freitag, 25. Juli 2014, 09:34

Jetzt mal abgesehen davon, dass man sich auch mit Brennesselsud waschen kann: Der Schaden, der durch Seife entsteht wäre, quasie, Überdüngung, wie vorher völlig richtig angemerkt. In grossen Mengen kann dies zum Kippen von Gewässer oder "verbrennen" von Böden führen. Das ist richtig. Aber, die Dosis macht das Gift.
Jedes mal in den Wald pieseln stellt auch eine Überdüngung dar, und zwar mit Stickstoff (Nicht umsonst wird bei Stickstoffdüngung auch von Harnstoff gesprochen).
Kann in jedem Buch zum Gartenbau nachgelesen werden...
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19

Freitag, 25. Juli 2014, 10:27

Darum geht es hier eigentlich:
Keiner soll merken, dass du da warst


Tausende Menschen die sich direkt in Gewässern waschen sind in dieser Philosophie nicht vorgesehen und daher ist die Diskussion darüber OT:
Vermeide die Hochsaison und Menschenmassen.

Sei in Kleingruppen oder alleine unterwegs. Eine maximale Gruppengröße von 3 Personen ist optimal in Bezug auf Umweltbelastung, Unauffälligkeit und Marschgeschwindigkeit.

Wasche dich und dein Geschirr weit abseits von Gewässern (ca. 50 m) und nutze eine geringe Menge schnell und biologisch abbaubarer Seife. Verteile das Schmutzwasser großflächig.


Mal ehrlich, draussen hat es schon sinngemäß geschrieben, man kann sich auch in alles rein steigern.

Hauptsache die Seife biologisch abbaubar und wird sparsam eingesetzt.

Brennesselsud

Das ist eine gute alternative und trifft das Thema gut. Diese Lösung ist biologisch abbaubar, genauso könnte man das auch mit Birkenblättern machen.

Wie viele weiße Zettelchen sind denn im Wald, besonders in der Nähe von Wegen? Denn Papier überdauert Monate, Hinterlassenschaften werden relativ schnell "verarbeitet". Im Boden selbst (oberste Bodenschicht) und wenn durch Erde abgedeckt, geht der Prozess noch schneller. Und es stinkt nicht, ganz wichtig.

Das ist genau der Kern der Sache. Darum die Vorgehensweise :daumen
LG,
Benedikt

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Freitag, 25. Juli 2014, 11:10

Outdoorseife:

Als Tipp, statt irgendwelche besonderen, teuren Bio-Outdoor-Öko-Trekking-Seifen zu verwenden, bietet es sich an stink normale Kernseife zu verwenden.
Die sind frei von irgendwelchen Zusätze, in jedem Supermarkt zu haben, biologisch abbaubar und kosten nur "n Appel und n Ei" ;)


Zum Thema "Richte keinen Schaden an der Natur an":

Es gibt eine Moglichkeit wo ich mich ganz bewusst NICHT dran halte.
Dies ist der Fall, wenn ich irgendwo Neophyten, also invasive Arten, entdecke, die hier nichts zu suchen haben und einen negativen Einfluss auf die Biodiversität haben.

Diese Pflanzen werden von mir umgemäht oder rausgezogen. (Wohlwissend das das häufig nicht viel bringt, z.B. bei Japanknöterich)

Wie haltet ihr das?

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_N…_in_Deutschland
Der Besitz besitzt. Er macht die Menschen kaum unabhängiger.
-Friedrich Wilhelm Nietzsche

http://www.mayl.eu / info@mayl.eu

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